Spiritualität

Leben in der Gemeinschaft

 

Augustinus „Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist,
in Eintracht zusammenzuwohnen
und eine Herz und eine Seele
auf dem Weg zu Gott zu sein.“

Dieser knappe erste Satz aus unserer Regel des hl. Augustinus beschreibt den Weg unseres gemeinschaftlichen Lebens.
Wir wohnen in „Eintracht“ zusammen,
das hat einen Grund: die Liebe Gottes.
Darum bemühen wir uns, uns selbst anzunehmen und einander zu lieben, denn wo Liebe wohnt, da wohnt Gott.
Das gegenseitige Vertrauen, das wir einander schenken, ist die Kraft der Einheit und der Mut, miteinander einen Weg zu wagen.
Das Hören und Fragen vor Entscheidungen stärkt die Gemeinschaft, klärt und fördert den Prozess der Einheitsfindung.

 

Feiern-HochzeitMMWir teilen das Leben miteinander
Die Einheit teilt das Leben, den Glauben, die Hoffnung, das Haus und die Räume. Was wir haben, haben wir füreinander.Wir sind keine Arbeitsgemeinschaft, sondern eine Wohn- und Lebensgemeinschaft.
Nicht das, was die Einzelne für sich kann und leistet, zählt, sondern was jede zum Aufbau der Gemeinschaft beiträgt:
der achtsame Blick füreinander und die Hilfsbereitschaft,
die Sorgfalt im Umgang mit den alltäglichen Dingen,
die Liebe zur Ordnung und zu den gemeinsamen Mahl- und Gebetszeiten,
die Freiheit, sich zurückzuziehen, wenn etwas zu viel ist,
die Wertschätzung jeder Schwester in ihrer Art und mit ihren Gaben,
das Vertrauen, dass die andere etwas gut und verantwortlich tut,
die Dankbarkeit in großen und noch mehr in den kleinen Dingen.
„Ich darf Da-Sein“ mit meinem Leben, meiner Geschichte und werde nicht nach Leistung beurteilt.

 

HimmelsleiterWir sind miteinander auf dem Weg zu Gott

Auf dem Weg sein, heißt in Be-weg-ung, noch nicht angekommen, aber mit einem Ziel, das bewegt, herausfordert und Kraft gibt:
Gott hat uns gerufen, und wir sind diesem Ruf gefolgt.
Wir gehören Christus an und sind miteinander unterwegs, ihm zu folgen.
Er selbst ist der Weg, das Leben, das Ziel.
„Erwähle Christus, deinen Erlöser, mit ganzem Herzen als deinen Herrn.
Folge ihm auf seinem Weg.“

 

Wir sind füreinander verantwortlich auf diesem Weg

In der Ermahnung, wenn einer schwach wird, stolpert, müde wird auf dem Weg, in der schwesterlichen Vergebung, wenn wir aneinander schuldig geworden sind.
Denn so sagt der Hl. Augustinus: „Wenn ihr euch nicht gegenseitig die Schuld verzeiht, wird euer Vaterunser-Beten zur Lüge“.
In der Freude, dass wir Gott besitzen, wenn wir einander lieben, in der Demut, dass eine die andere höher schätzt, als sich selbst, in der Gewissheit, dass wir mit unserem gemeinsamen Leben in der Kirche ein Zeichen der Verheißungen Christi sind und die Hoffnung bezeugen, damit die Welt an Christus glauben kann. 

 

Wir vertiefen und erneuern unsere Beziehung zu Christus

KapelleDas gemeinsame Gebet ist ein tragender Grund für unsere Gemeinschaft. In Treue versammeln wir uns mehrmals täglich zum Stundengebet in der Kapelle. Das gemeinsame Gebet stärkt und verbindet uns untereinander.
In der täglichen stillen Anbetung vor dem Allerheiligsten ist jede Schwester eingeladen, ihre persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu vertiefen.
Das Betrachten der Hl. Schrift ist uns kostbar und wichtig. Immer wieder gibt es Zeiten, wo Texte aus der Hl. Schrift persönlich oder gemeinsam betrachtet werden.
Jeden Samstag lesen wir das Evangelium vom Sonntag und tauschen uns darüber aus.

In regelmäßigen Abständen hält die Gemeinschaft Einkehrtage.  Diese Tage sind Kraftquellen für unseren geistlichen Weg. Wir treten heraus aus unserem Alltagsleben und verbringen den Tag im Schweigen mit einem geistlichen Impuls. 

 

                                           

Unser Haus ist offen
Gartentor
Wir freuen uns, wenn Menschen aus der Umgebung an unserem täglichen Gebet, dem Stundengebet teilnehmen.
Unser Haus ist offen für Gäste, die als Familie oder als Einzelne, jugendlich oder mit viel Lebenserfahrung, zu uns kommen und einfach da sind.
Wir möchten Gastfreundschaft leben, allen mit Achtsamkeit begegnen, ihre Sorgen und Nöte mittragen und mit ihnen das teilen, was wir haben: die Räume der Begegnung, das Gebet, unsere Zeit, manchmal auch die konkrete Arbeit, den Glauben und die Liebe zur Kirche.
Gerne gestalten wir geistliche Tage oder Besinnungstage für Gruppen, die nach Absprache mit der Gemeinschaft vereinbart werden können.
Dabei können die Teilnehmenden neue Kraft schöpfen und Zugang zu den Quellen des Glaubens finden. Sie haben die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Gästen und mit den Mitgliedern der Gemeinschaft.
Das Gerhard-Jakob-Haus bietet Raum für die Religionspädagogische Fortbildung. Das Jahresprogramm finden Sie unter Religionspädagogische Fortbildung 

 

Feiern aus Freude und Dankbarkeit

Gste1Die Weise wie wir Feste feiern, entspricht unserem gemeinschaftlichen Leben.
Das Wesentliche steht in der Mitte. Wir feiern immer auf dem Fundament unseres Glaubens. Die Gegenwart Gottes, die Freude am Leben, die Freude aneinander und die Dankbarkeit soll bei allen Festen und Feiern erfahrbar werden.
Das gilt für alle kirchlichen Feste wie z. B. die besondere Gestaltung der Kartage, Ostern,  Pfingsten, Fronleichnam, Advent und Weihnachten, aber auch für unsere persönlichen Feste wie Geburtstage oder Jubiläen.
Auch bei den Festen wird etwas von der Offenheit der Gemeinschaft, der Freude am Miteinander in den Gemeinden und mit den Gästen des Hauses deutlich.
Es ist für uns Ausdruck guter Gemeinschaft, dass wir auch in der Gemeinschaft gerne Zeit miteinander verbringen und uns freuen über die Einzigartigkeit jeder Schwester.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Template:a4joomla, Website Anpassung und Design:JS-Webdesign.de